An welchen Krankheiten leidet der Storch?
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Liebe Storchenfreunde,
hier findet ihr eine Auflistung der mir bekannten Krankheiten, die der Storch bekommen kann. 
Ihr könnt euch ja sicher denken, dass ich nur geringfügig auf die jeweilige Krankheit eingehen kann
und auch nicht wissenschaftlich ins Detail gehe, dafür gibt es ja schließlich geschulte Leute,
die mehr Ahnung von der Materie haben.
Auch grausame Bilder zum Thema möchte ich euch hier ersparen!
Nicht alle Tiere, die auf den Fotos zu sehen sind, litten auch unter den genannten Krankheiten.
                             
Aspergillose (Schimmelpilzbefall in der Lunge)
(Zum Foto: Das Jungtier wurde ausgehorstet, weil ein Elternteil verunglückt war)
                             
Dabei wächst der Schimmelpilz (Aspergillus terreus, Aspergillus fumigatus, Aspergillus flavus
oder Aspergillus niger) im Lungengewebe und kann sich in der Folge im ganzen Körper ausbreiten.
Diese mikroskopisch kleinen Erreger kommen in der Natur fast überall vor und stellen somit
eine der häufigsten Pilzerkrankungen dar.
Die Aufnahme der Pilze in den Organismus erfolgt durch Einatmen der Pilzsporen und
besiedelt anschließend die Atemwege und Atemorgane.
 
Schlechter Allgemeinzustand und unzureichende Ernährung ermöglichen den Pilzsporen ein
leichteres Anhaften in den Lungen der Nestlinge. Ältere Tiere erkranken eher vereinzelt und
chronisch. Tritt die Aspergillose bei Küken auf, so kann sie seuchenhafte Ausmaße annehmen.
                             
BEZOAR
(Das Foto zeigt gesunde Jungtiere eines Vogelparks im Elsass)
                             
Ein Bezoar ist ein Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt, der aus einem Konvolut verschluckter,
unverdaubarer Materialien besteht, den man beim Storch auch *Gewölle* nennt.
 
Diese können zum Tode führen, wenn sich ein solcher Gewölleballen beim Rauswürgen
im Schlund verklemmt und dadurch keine weitere Nahrungszufuhr mehr möglich ist
und der Storch somit verhungert. Oder wenn sich durch die Fremdkörper Toxine bilden und
das Tier somit an einer Vergiftung zugrunde geht.
                             
Federlinge (Parasiten)
                             
Federlinge (Läuslinge, Haarlinge, Kieferläuse, Mallophaga) sind 0,8 bis 11 mm große,
flachgedrückte, flügellose Insekten. Weltweit sind etwa 300 Arten bekannt.
 
Die Federlinge halten sich im Untergefieder der Vögel auf, wo sie von Hautschuppen und
Federpartikeln leben. Diese sitzen in den Federästen.
Man erkennt sie als dunkle Punkteansammlung im Großgefieder.
Bei starkem Befall können sie ganze Teile des Gefieders zerfressen. Eine wirkliche Gefahr bedeuten
die Federlinge für die Vögel allerdings nicht. Sie können ihnen doch recht starken Juckreiz
verursachen, so dass die Vögel unruhig werden und durch Schlaflosigkeit ständig matt wirken.
                             
Schnabelbruch
                             
Dieser Jungstorch litt an einem Schnabelbruch (Ursache unbekannt). Man hat ihn in der
Storchenstation in Salem am Bodensee gepflegt und gefüttert, da er sich selbst nicht mehr
ernähren konnte. Leider hat er mit dieser Verletzung nicht lange überlebt.
                             
                             
Die genaue Ursache dieses Schnabelbruchs bleibt weiterhin unbekannt. Das linke Bild zeigt
den Adebar unmittelbar nach dem Unfall; die Hälfte seines Unterschnabels fehlt. Etwa 4 Wochen
später ist das rechte Foto entstanden, wo auch die Hälfte des Oberschnabels fehlt.
 
Ein Weiterleben in Freiheit war zuerst undenkbar, doch mit dem komplett verkürzten Schnabel
   sollte es keine Probleme geben, weder bei der Futtersuche noch bei der Gefiederpflege.
                             
                             
So sieht sein Schnabel 2 Jahre nach dem Unfall aus.
Der Oberschnabel ist ein wenig nachgewachsen, aber nicht wesentlich.
Dennoch kann er alles mit seinem Schnabel machen, wie seine Artgenossen mit der langen
  Version und er erfreut sich bester Gesundheit, wie man auf diesem Video sehen kann ...
                             
 
                             
Laut Experten, kann ein Storchenschnabel bei optimaler Verpflegung des Adebars
 1 bis 3 cm pro Monat nachwachsen. Dies war hier nicht der Fall.
                             
Wachstumsanomalien
                             
Hier liegt eine Wachstumsanomalie des Schnabels vor, welche dem Storch nicht beeinträchtigt.
Diese Anomalie wurde erstmals 2009 bei 4 Störchen im Kreis Kehl (Baden Württemberg)
beobachtet und bei 1 Jungtier in Hersbruck (Bayern). Die genaue Ursache ist noch unbekannt!
 Etwa ab der zwölften Lebenswoche bildeten sich diese Wucherungen wieder zurück.
                             
                             
Dieser Jungstorch aus Sand bei Offenburg musste wegen einer Fehlstellung seines Flügels in eine
Pflegestation gebracht werden. So konnte er seinen ersten Flug in den Süden nicht antreten.
                             
 
                             
Diese Seite ist noch unvollständig und wird im laufe der Zeit mit weiteren Infos ergänzt!
                             
 
                             

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zu entschuldigen, denn ich bin keine Ornithologin!
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