Die Störche von Willstätt 2
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Das Nest wurde 2009 und 2010 bewohnt von:
Frieda
aus Strasbourg

Nr.  FRS 4216

Victor
aus Herbsheim

Nr.  FRS 4401

Aus dem Storchentagebuch 2009:
Vor Beginn der Bauarbeiten (Abriss der alten Großbäckerei in Willstätt) wird
am 9.Januar 2009 ein Ersatzhorst aufgestellt, damit die ansässigen Störche eine
Ausweichmöglichkeit haben, um vor dem Baulärm zu fliehen. Storch Willi, der den Winter
in der Region verbringt, ignoriert zunächst das Nest und weicht dorthin immer öfters aus,
als der Baulärm zunimmt, bis er am 20.Februar stirbt. Seine Partnerin kehrt am gleichen
Tag nach Willstätt zurück. Lilli bleibt aber ihrem alten Nest treu und gründet dort allen
Baustellenbedingten Widrigkeiten zum Trotz, mit ihrem neuen Partner Felix neue Familie.
Während Lilli in Nest 1 auf dem Kamin das Gelege hütet, verteidigt Felix nebenbei auch
noch den Ersatzhorst gegen zwei Fremde Störche. Als die Kräfte schwinden, gibt er auf ...
... klappert aber vom Kaminnest seinen Protest gegen die neuen Nachbarn weithin hörbar hinaus!
Die Ablesung des Gewinnerpaares bringt ans Licht, dass das Weibchen *Frieda* ist,
 Felix' Partnerin aus dem Vorjahr, mit der er im Baumnest am Epilepsiezentrum in Kork brütete.
Der Ersatzhorst wird zu Nest 2 von Willstätt
Dem neuen Storchenpaar *Frieda und Victor* gefällt es im *Notquartier* der Kaminstörche
so gut, dass es dort bleibt und eine Familie gründet.
Am 1. Mai 2009 beginnen sie zu brüten. Die Küken schlüpfen um den 2. Juni.
Bei einer Nestkontrolle am 9. Juni gibt es eine Überraschung, denn außer den bisher
von unten sichtbaren zwei Küken, liegt noch ein Drittes neben seinen fast
 doppelt so großen Geschwistern. Das Trio wurde am 30. Juni beringt (AJ 294-296).
*Frieda und Victor* haben in 2009 erfolgreich 3 Kinder großgezogen.
Storchentagebuch 2010 - Nest 2 an der Hanauerlandhalle
Victor kehrte am 20. Februar in die winterlich kalte Heimat zurück, wo er etwa
6 Wochen in Gesellschaft der Urloffener Brutstörchin verbringt, die allerdings zwischen-
durch auch in anderen Nestern mit anderen Männchen gesehen wurde.
Als am 9. April endlich Victors letztjährige Partnerin Frieda auftaucht, zieht „Ortraud“
endgültig in ihr Urloffener Nest um, so dass der Familiengründung in Horst II nichts
mehr im Wege steht. Mitte Mai schlüpfen dort drei Küken, die am 18. Juni mit den
Ringen DER AF923, DER AF 924 und DER AF 925 beringt werden.
Nur vier Tage später wird DER AF 925 tot unterhalb des Nestes gefunden,
ein Phytobezoar wurde dem Jungstorch zum Verhängnis.
„Der Befund von der Untersuchung vom Mast-Jungstorch ist eindeutig:
"Hochgradige Phytobezoarbildung im Muskelmagen".
Also ein dicker Klumpen aus Pflanzenresten im Magen. Dadurch stirbt er an Hunger.“
Die beiden Geschwister sind um den 20. Juli herum flügge, wann genau sie sich
anderen Jungstörchen anschließen, weiß ich nicht, das letzte gemeinsame Foto
ihrer Eltern Frieda & Victor ist vom 3. September 2010.
Nachtrag:
Der 2009 geschlüpfte Jungstorch DER AJ295 wird mit einem gebrochenen Bein
bei Haslach gefunden und am 30. Juli 2010 eingeschläfert, da der komplizierte Bruch
inoperabel ist. Dass er im Alter von 1 Jahr in der Nähe seines Geburtsortes gefunden
wird, lässt vermuten, dass er im vergangenen Jahr nicht in den Süden gezogen ist.
Storchentagebuch 2011 - Nest 2 an der Hanauerlandhalle
Und alle weiteren Geschichten rund um die Willstätter Störche
findet ihr nun auf der HOMEPAGE von Regina Petroll:
(Klickbild)
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