Wie und wo baut der Storch sein Nest?
Webseite © by Storchenelke NRW / Germany
        (Bitte nicht einzeln verlinken!)        
Alle Bilder unterliegen dem © Copyright des jeweiligen Fotografen!
Storchenpaare sind ihrem Nest treu und kehren, wenn es möglich ist, in jedem
Frühjahr zum gemeinsam erbauten Nest zurück. Wenn ihr Nest während der
Wintermonate unversehrt geblieben ist, wird es ein wenig ausgebessert,
Schäden werden repariert und mit einer Schicht frischen Nistmaterials aufgestockt.
Auf jeden Fall wird die Polsterschicht aus Moos, Gras und Federn erneuert.
                             
                             
Dies führt dazu, dass die Nester im Laufe der Jahre eine beachtliche Größe erreichen.
Es gibt alte Nester, die bis zu 4 Meter hoch sind und einen Durchmesser von bis zu
  2 Metern haben. Diese bringen dann schon mal bis zu 2 Tonnen auf die Waage.
 
Da dieses Gewicht nicht von allen Gebäuden getragen werden kann,
trägt man einen Teil des Nistmaterials in den Wintermonaten wieder ab, wenn die Störche
 im Süden überwintern. Siehe auch unter: Was machen Storchenväter
                             
Ist kein Storchennest aus dem Vorjahr vorhanden, wird ein neues Nest gebaut.
Für einen Nestbau in der *Grundversion*  wie dieses, werden etwa 7 Tage Arbeit benötigt,
an dem sich beide Partner in gleichem Maße beteiligen.
                             
             
             
  Leider klappt es nicht immer
Klick mit dem Nestbau.
Bild Die jüngeren Störche brauchen
zum manchmal noch etwas Übung,
Video bevor das perfekte Nest entsteht.
             
             
             
Um den Störchen den Nestbau zu erleichtern, stellt man ihnen Nisthilfen zur Verfügung,
die sehr gerne angenommen werden. Siehe auch unter: Was sind Nisthilfen
                             
                             
Egal wie die Unterlage für das Nest aussieht, die Störche bauen ihr Nest immer rund.
Das Material für den Unterbau besteht vorwiegend aus finger- bis daumendicken Ästen,
etwa 50 cm bis 1 Meter lang, wie z.B. Haselnuss, Apfel, Zwetschge, Kirsche, Forsythie,
Weißdorn, Vogelbeere, Esche ,Weide, Glyzinie, Johannisbeere, Himbeere, sehr gerne
Kiwi und Schilfrohr, die aus der näheren Umgebung herbeigeschafft und
auf einer sicheren Unterlage ineinander geflochten werden. Als nächstes  folgt eine
Schicht Reisig und eine weiche Polsterung aus Gras, Heu, Mist, Stroh und auch Moos.
                             
Viele Flüge sind notwendig, um das Nistmaterial herbeizuschaffen.
Befinden sich ein oder zwei Storchennester in unmittelbarer Nähe, kann es vorkommen,
das man sich das Nistmaterial gegenseitig vom Nest klaut, weil es schneller geht,
  die benötigten Materialien zu stehlen, als sie selber mühsam zu suchen.
                             
Weißstörche bauen ihre Nester gerne in Menschennähe und bevorzugen
die höchsten Gebäude der Stadt zum Bau ihrer Nester.
                             
Bad Waldsee Höchstädt Salem
                             
Am beliebtesten sind hohe, freistehende Kamine, Kirchendächer und Masten.
                             
Sundheim Bäckerei Willstätt
   
Kirchendach Guelpe Kirchendach Strodehne
   
Kirche in Reute Forchheim
   
Müncheberg Ruine in Guelpe
   
                             
Andere bevorzugen es etwas ruhiger und bauen ihr Nest in Bäumen,
wo man sie nicht so schnell entdeckt, wenn im Mai die Blätter und Äste wachsen.
                             
                             
                             
                             
Im Storchendorf Malpartida de Caceres an der portugiesischen Atlantikküste,
bauen die Störche ihre Nester schon seit vielen Jahren auf die Felsen der Extremadura.
 
 Mehr darüber unter:
 http://www.storch-odertal-naturfotos.de/extremadura01.shtml
(Mit herzlichen Dank an Herrn Dr. Günter Blutke für die Bereitstellung der Fotos!)
                             
Ein Storchenfreund spendete seinen alten Trabi 601 als Nistplatz.
Ihr findet ihn zusammen mit dem ausgemusterten Strommast
an der A24 Ausfahrt Neuruppin.
                             
   
  Quelle: http://www.storch-odertal-naturfotos.de/stoerche04.shtml  
                             
                             
Einige bauen ihre Nester sogar auf den Masten der gefährlichen Stromleitungen ...
Siehe auch unter:  Welche Gefahren gibt es für den Storch
                             
                             
                             
In Frankreich nisten die Störche auf den Oberleitungen dieser Bahnstrecke.
In dem YouTube Video könnt ihr 13 dieser Nester sehen.
 
                             
Ihre großen Horste bewohnen Störche dennoch nicht alleine, sondern oft mit findigen
*Untermietern*. Oft sind es Sperlinge, Bachstelzen, aber auch Stare und Tauben,
die es sich in den Hohlräumen des Flechtwerks gemütlich gemacht haben.
 
Nahezu jedes Storchennest beherbergt solche Untermieter, vorausgesetzt, das Nest ist
nicht gerade neu erbaut worden. Die älteren, größeren Nester eignen sich besonders
als Spatzenhotels und so kommt es vor, dass sich gleich mehrere dieser Vögel
dort eingenistet haben und die Störche scheinen keine Einwände zu haben.
                             
                             
Im Naturschutzgebiet *Harvester Bruch* bei Dorsten in NRW
hat man den Untermietern sogar eigene Wohnungen zur Verfügung gestellt.
                             
                             
                             

Hast du noch mehr Fragen ...

... vielleicht habe ich die Antwort!

              Klick              
                             
 
                             
Alle Infos habe ich selbst zusammengetragen.
Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, dann bitte ich dies
zu entschuldigen, denn ich bin keine Ornithologin!
Für einen freundlichen Hinweis wäre ich dankbar!
      Mail - Adresse: (bitte abschreiben!)      
                             

Zurück zur Startseite    Home